Zu Besuch bei: „
“ BV Elektra
Für diesen Besuch reisten wir nach Amsterdam, genauer gesagt in die Tijnmuiden 50. Dort sprachen wir mit René Sellmeijer und Marc Halsema von der Firma BV Elektra. Bei einer Tasse Kaffee erzählten sie uns mehr über ihr Unternehmen.

„Wir sind ein Start-up mit 40 bis 50 Jahren Erfahrung“
René Sellmeijer
BV Elektra: Ständig in Bewegung
In einer Branche, die sich ständig weiterentwickelt, weiß BV Elektra aus Amsterdam genau, wofür das Unternehmen steht: Fachkompetenz, Zuverlässigkeit und ein klarer Blick in die Zukunft. Die Mitinhaber René Sellmeijer und Marc Halsema verbinden langjährige Erfahrung mit einer frischen unternehmerischen Mentalität. „Wir sind eigentlich ein Start-up mit 40 bis 50 Jahren Erfahrung“, so René.
Von der Berufserfahrung zum Unternehmertum
Für René Sellmeijer begann das Abenteuer bei BV Elektra vor anderthalb Jahren, als er im Rahmen einer „warmen“ Übernahme als Miteigentümer in das Unternehmen eintrat. Mit seinem Hintergrund bei Oosterberg und Technische Unie bringt er vor allem Erfahrung in den Bereichen Management, Vertrieb und Personalwesen mit.
Marc Halsema schlug einen eher technischen Weg ein: Er begann im Bereich Sicherheitstechnik, arbeitete im Vertrieb und absolvierte anschließend eine duale Ausbildung, um das Installationshandwerk in der Praxis zu erlernen. „Diese Kombination funktioniert gut“, erklärt Marc. „René sorgt für Struktur und Organisation, ich komme eher aus dem Bereich Technik und Ausführung.“ Darüber hinaus engagiert sich Marc aktiv bei IW Nederland (Installatie Werk), wo er sich in seiner Funktion als Vorstandsmitglied für die Ausbildung einer neuen Generation von Installateuren einsetzt.

Traditionell und im Wandel
Wenn man die BV Elektra in wenigen Worten beschreiben soll, ergibt sich eine interessante Mischung. René bezeichnet das Unternehmen als „traditionell, zuverlässig und im Wandel“, während Marc von vier Kernwerten spricht: Fachkompetenz, Identität, Dynamik und Effizienz.
Dieser Trend zeigt sich ihrer Meinung nach nicht nur in der Technologie, sondern auch in der Art und Weise, wie sie als Unternehmen arbeiten und wachsen. Das Unternehmen konzentriert sich hauptsächlich auf Renovierungs- und Umbauprojekte und hat sich dabei auf Hotels spezialisiert. Darüber hinaus bedienen sie einen breiten B2B-Markt, darunter Wohnungseigentümergemeinschaften und gelegentlich auch den High-End-Wohnungsbau. „Diese Luxuswohnungen machen vielleicht am meisten Spaß“, sagt Marc. „Dort kann man sich mit Hausautomation und luxuriösen Schaltgeräten so richtig austoben.“
Kreativität innerhalb einer Struktur
Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Inhabern zeichnet sich durch eine gelungene Balance aus. Auf die Frage, ob sie sich für eine straffe Planung oder kreative Freiheit entscheiden, entsteht eine kurze Diskussion. René sagt von sich selbst, er sei vor allem kreativ, Marc fügt dem eine kleine Anmerkung hinzu und bezeichnet ihn hingegen als ziemlich prozessorientiert. René relativiert: „Ich lasse den Menschen die Freiheit, wie sie ein Ziel erreichen. Und wenn wir auf Probleme stoßen, suche ich immer nach kreativen Lösungen. ‚Das geht nicht‘ gibt es eigentlich nicht – es gibt immer einen Weg.“
„Ohne persönliche Zusammenarbeit kann man niemals ein gutes Endprodukt liefern.“
Marc Halsema
Partnerschaft als Schlüssel zum Erfolg
Die Zusammenarbeit erfolgt am liebsten auf partnerschaftlicher Basis, auch mit Lieferanten. „Ohne persönliche Zusammenarbeit kann man niemals ein gutes Endprodukt liefern“, betont Marc. „Ein Lieferant muss verstehen, was wir brauchen – sowohl in Bezug auf das Produkt als auch in Bezug auf die Unterstützung.“ Die Rolle des Großhandels bleibt dabei unverzichtbar. Nicht nur hinsichtlich der Verfügbarkeit und Logistik, sondern auch als erster Ansprechpartner. „Der Großhandel ist für uns ein wichtiger Generalist“, erklärt Marc. „Er ist ein Ausgangspunkt bei der Suche nach spezifischen Lösungen.“
Intelligente Beleuchtung als Wegbereiter
Innovation spielt in der Elektrotechnik eine immer größere Rolle, und intelligente Beleuchtung ist ein gutes Beispiel dafür. Laut Marc liegt der Schwerpunkt zunehmend auf Energieeinsparung und der effizienten Nutzung von Räumen. „Mit intelligenter Beleuchtung kann man Licht genau dort einsetzen, wo es benötigt wird“, sagt er. Ein aktuelles Projekt veranschaulicht dies perfekt: ein Parkhaus, in dem man sich für Interlight Thinq-Beleuchtung entschieden hat. Die Herausforderung? „Die Eigentümergemeinschaft wollte keine zusätzlichen Sensoren oder neue Verkabelung“, erzählt Marc. „Thinq war daher ideal, da die Sensoren bereits in den Leuchten integriert sind und untereinander kommunizieren.“

Dennoch steht die BV Elektra drahtlosen Lösungen weiterhin kritisch gegenüber. „Wir sind eigentlich eher Fans von kabelgebundenen Systemen“, sagt Marc. „Diese sind oft weniger störanfällig. Bei Renovierungen oder denkmalgeschützten Gebäuden gibt es jedoch manchmal Einschränkungen, und dann ist eine solche Lösung gerade sehr praktisch. Darüber hinaus bietet intelligente Beleuchtung neue Möglichkeiten, wie zum Beispiel Einblicke in die Nutzung eines Gebäudes – wertvolle Daten, anhand derer sich beispielsweise die Reinigungsplanung oder die Instandhaltung anpassen lassen.“
Die Zukunft: Technologie und Menschlichkeit
Was die Zukunft der Branche angeht, sehen beide Unternehmer große Veränderungen auf sich zukommen. Künstliche Intelligenz wird ihrer Meinung nach enorme Auswirkungen auf Prozesse, Design und Effizienz haben. „KI wird vieles verändern“, sagt René. „Gleichzeitig bleibt die handwerkliche Arbeit jedoch unverzichtbar. Mehr noch: Ich glaube, dass der Beruf des Installateurs gerade dadurch an Wertschätzung gewinnen wird.“ Marc fügt hinzu, dass Menschlichkeit dabei weiterhin eine entscheidende Rolle spielen wird. „In den kommenden Jahren werden wir die Möglichkeiten, die KI bietet, ausgiebig ausprobieren; danach gehe ich davon aus, dass die Menschen gerade wieder ein größeres Bedürfnis nach Menschlichkeit verspüren werden. Dieser menschliche Aspekt ist auch für uns selbst unglaublich wichtig.“ Eine weitere große Veränderung in der Branche ist die hohe Zahl an Übernahmen; Marc steht dieser Skalierung innerhalb der Branche kritisch gegenüber. „Durch Übernahmen und Zusammenschlüsse gehen spezifisches Kundenwissen und der persönliche Kontakt in der Lieferkette verloren“, so Marc. „Die Unternehmen entfernen sich immer weiter vom Kunden.“
„Wir verfügen sowohl über Fachwissen als auch über Menschlichkeit. Das ist und bleibt unsere Stärke.“
Marc Halsema
Ein Club, dem man angehören möchte
Wo wird BV Elektra in fünf Jahren stehen? Für René ist die Antwort klar: „Ich bin überzeugt, dass unsere Kunden uns als ein großartiges Team sehen, dem sie gerne angehören. Zuverlässig, menschlich und mit den richtigen Lösungen, ohne jedem digitalen Trend blind zu folgen.“ Marc ergänzt: „Wir vereinen Know-how und Menschlichkeit im eigenen Haus. Das ist und bleibt unsere Stärke.“
Dies ist ein Artikel aus Ausgabe 14 unseres eigenen „Helder Magazine“. Möchten Sie mehr über den Rest des Inhalts erfahren? Dann laden Sie bitte die vollständige Ausgabe herunter.